i\'m just killing lately
Das Leben spielt seltsam an manchen Tagen. Ich fliege zwischen Geborgenheit und Abgrund hin und her und der Weg wird immer anstrengender. Es zieht und zerrt an mir. Sie werden mir mein Herz zerreissen. Sie ziehen nach rechts und links und ich kann nicht in beide Richtungen gehen. Damien Rice hilft um in dieser leichten Melancholie zu bleiben und nicht abzustürzen. Ich beschäftige meinen Kopf mit der Einrichtung von Räumen und Farben. Dann bleibt wenig Platz für den Wahnsinn der letzten Tage. Dabei ist die Schlaflosigkeit fast das geringste Übel. Ich werde mich in Seifenblasen und Glitzer stürzen. Ich werde den Wolken nachlaufen und die Sonne fangen. Bis dahin sitze ich hier und verdenke mir meinen Kopf zu einem Knäuel. Die Vergangenheit ist so weit weggerückt wie nur irgend möglich. Aber das macht nichts. Mein Kopf ist leer. Ich finde "Hallelujah" von Leonard Cohen ist wirklich grausam. Doch seine Stimme ist unvergleichlich beruhigend. Aber nichts nichts wird besser oder anders. Also gewöhn ich mich dran. Und versuche meine Angst abzulegen.
28.6.12 18:16
 


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Assassine_466 (12.9.12 09:51)
"Die Zeit war aufgehoben. In dem lieblichen Geflirr von Stimmen, Glitzern und bunttanzenden Schatten lag eine erhabene und fluechtige Vergaenglichkeit, eine Musik, die mir vertraut war. Leier des Orpheus, Floete von Krishna. Sie erklingt, wenn die Welt in ihrer schlichten und durchsichtigen Urtuemlichkeit erscheint. Wer sie hoert, und sei es nur ein einziges Mal, bleibt fuer immer verwundet."

aus "Skorpionfisch" von Nicolas Bouviers

P.S. bis bald


seelenblaetter (13.9.12 16:18)
ich glaub, das mag ich sehr. ich bin sehr verletzlich im moment. versuche texte zu schreiben und verfange mich in der vergangenheit. die doch längst vergessen sein soll.

Abgründe der Stadt
Drei Tage ohne Schlaf, ich lieg’ im grellen Neonlicht,
nimm mich mit irgendwohin, doch bitte frag mich nicht
wo ich zuhaus’ bin, ich weiß nur: bestimmt nicht hier.

Wo wir alle dumm rumsteh’ n, in schweren Stiefeln der Realität,
in denen man, wenn überhaupt, immer nur kleine Schritte geht,
nimm mich mit irgendwohin, dann lass ich sie zurück.

Nimm mich raus aus den Abgründen der Stadt,
irgendwo ist das Schöne, auch heute Nacht.

Und ich tanze in Gedanken, dort wo es mir gefällt,
barfuß auf den Straßen am Ende dieser Welt,
und auf den Eisenbahnbrücken ins Nichts,
nur nicht hier.

Wo wir alle dumm rumsteh’ n und zuseh’ n wie zerlumpte Clowns
ihre eignen Schatten jagen, es macht Spaß ihnen zuzuschaun,
bis irgendwer behauptet, es ist alles Spiegelglas und wir sind das.

Nimm mich raus…

Und ich kann sie wieder spüren- die blinde Euphorie,
nicht zu wissen was passiert, ohne Angst, dass man verliert,
nimm mich mit irgendwohin, ich muss auch nicht zurück.

Nimm mich raus…

von "Max Prosa"

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