i\'m just killing lately

Sie hebt den Kopf und lächelt. Seine Augen blicken direkt in ihre. Sie scheinen zu sagen: "Es ist alles gut." Verschlafen atmet sie die Ruhe ein und hält den Schwebezustand fest. Langsam hebt und senkt sich seine Brust an ihrem Rücken und nichts nichts passt dazwischen, so lange sie nur seinen Arm festhält. Eine Hand streicht durch ihr Haar und sie wünschte, der Moment würde nie enden.

Und doch kommt langsam der Tag ins Bett gekrochen und zieht und zerrt an den Gedanken. Unruhig zappelt sie mit den Beinen. Einmal dreht sie sich noch um und vergräbt ihr Gesicht an seiner Schulter. Sein Duft umschließt sie wie ein Schutzmantel. Niemals hätte sie erwartet alles alles hier zu finden. Und doch purzelt ihr Herz immer wieder an seine Seite.

"Ich bin hier, weil du auch hier bist."

7.10.12 09:39


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Das Leben spielt seltsam an manchen Tagen. Ich fliege zwischen Geborgenheit und Abgrund hin und her und der Weg wird immer anstrengender. Es zieht und zerrt an mir. Sie werden mir mein Herz zerreissen. Sie ziehen nach rechts und links und ich kann nicht in beide Richtungen gehen. Damien Rice hilft um in dieser leichten Melancholie zu bleiben und nicht abzustürzen. Ich beschäftige meinen Kopf mit der Einrichtung von Räumen und Farben. Dann bleibt wenig Platz für den Wahnsinn der letzten Tage. Dabei ist die Schlaflosigkeit fast das geringste Übel. Ich werde mich in Seifenblasen und Glitzer stürzen. Ich werde den Wolken nachlaufen und die Sonne fangen. Bis dahin sitze ich hier und verdenke mir meinen Kopf zu einem Knäuel. Die Vergangenheit ist so weit weggerückt wie nur irgend möglich. Aber das macht nichts. Mein Kopf ist leer. Ich finde "Hallelujah" von Leonard Cohen ist wirklich grausam. Doch seine Stimme ist unvergleichlich beruhigend. Aber nichts nichts wird besser oder anders. Also gewöhn ich mich dran. Und versuche meine Angst abzulegen.
28.6.12 18:16


Ich lese mich durch andere Welten und habe meine eigene verloren. Die Kerze brennt nur, damit ich weiß, dass es Licht gibt. Ich wandere durch meine Gedanken, während die Waschmaschine viel zu laut rumpelt. Pssst... ich brauch Ruhe. "Aber wozu eigentlich?" flüstert die Stimme in meinem Kopf. Du bist zu nah. Und du bist zu weit weg. Mein Seelenverwandter hat einmal die Welt umflogen und ich sitze hier und starre und starre auf das Flackern. Ich brauche dringend einen Kaffee, eine Zigarette und Gesellschaft. Ich brauche Alien Ant Farm und einen Rat. Weil damit alles begonnen hat. Du hast mich zurückgelassen und die Gespenster kommen näher und niemand, der sie aufhalten geht. Nein, ich kann dir nicht schreiben. Jetzt noch nicht. "I want you to be free. Don't worry about me. And just like the movies. We play out our last scene."
9.11.11 15:05


Wenn sie rückwärts gehen könnte, würde sie doch nie am Anfang ankommen. Der Sand zwischen den Fingern zerrinnt zu schnell. Es gibt kein Halten.
8.11.11 18:28


Es ist ihre Lieblingszeit im Jahr. Das würde sie so natürlich niemals zugeben. Aber es stimmt. Es ist die Zeit, in der Sonnenstrahlen und Kerzenlicht direkt ineinander fließen. Seine Hand schließt sich um ihr Gesicht. Und sie atmet, bis sich Ruhe ausbreitet. Tief in ihr drin. Das Gefühl kommt zu den vielen Wärmepolstern, die sie sich geschaffen hat. Denn es ist auch die Zeit der Kälte und der Einsamkeit. Glücklich sein ist nicht mehr so einfach, wie noch vor ein paar Monaten. Es ist das Suchen und Finden in den kleinen Dingen. Es ist Bier und Twix White. Aber auch Sekt und Kartoffeln. Es ist morgens eine gelbrote Farbexplosion vor dem Fenster. Und abends ein Flackern auf dem Gesicht. Manchmal ist es auch nur da sein und leben. Ein Glucksen im Bauch und Schlamm an den Füßen. Wenn man auf einer Treppe sitzt und sich gegenseitig haut, weil man es nicht fassen kann, dass man bis hierhin gekommen ist. Ein Lachen hallt durch die fast menschenleere Strasse, während gegenüber die Stühle hochgestellt werden. Es ist ein Tanzen-damit-mir-warm-wird. Und wer hat meinen Kuschelpulli versteckt? Es ist traurige Musik hören, während sich die Dunkelheit sich über die Stadt senkt. Und manchmal manchmal ist es den Kopf in seinen Arm legen und auf den nächsten Tag warten.
8.11.11 16:00


Ich lebe allein
mit dem Lied

Meine Fragen
werden nicht fertig

Der Himmel antwortet
nein
ja

Ich weiß nicht
wo das Ende beginnt
der Anfang endet

(Rose Ausländer)

17.5.11 16:49


Eigenartig. Du siehst das Grau in Grau da draußen nur durch den schmalen Spalt deiner Gardinen. Sie versuchen dich zu schützen. Vor dem Tag und vor dir. "Hey, es is alles ok."" singt der Herr von und zu und irgendwie stimmt das ja auch. Außer dass du heute noch nicht einmal die Wohnung verlassen hast und dich im Bett versteckst. Die Gespenster kommen trotzdem. Sie grinsen so fies, weil sie genau wissen, dass du nicht immer ausweichen kannst. Aber heute schon. Heute steckst du den Kopf in den Sand. Nur bis morgen. Versprochen.
17.5.11 16:45


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